Betrieb

Unser Betrieb umfasst 25.6 ha Land, 1 ha Wald und wird nach den Richtlinien der Integrierten Produktion bewirtschaftet. Es ist ein typischer Familienbetrieb.
Seit 2008 bilden wir auch Lehrlinge aus.

Seit dem 2. August 2018 packt Andrea Sägesser mit an. Sie absolviert das 1. Lehrjahr als Landwirtin EFZ.

Die Eltern von Urs, Ernst und Therese, wohnen auch auf dem Betrieb und helfen mit.
Auch die Eltern von Nadja, ebenfalls Ernst und Therese, helfen mit wenn Not am Mann oder an der Frau ist.

Unsere Tiere

20 Kühe produzieren unsere Milch welche an die Firma Emmi geliefert wird.
Die kleinen Kälber sind ca. 2 - 3 Monate bei uns. Danach gehen sie zu Nadjas Eltern welche für uns die Jungviehaufzucht übernehmen.

Rosco war ein gutmütiger Freiberger Wallach und wurde von Nadja geritten. Leider ist Rosco's Arthrose plötzlich akut schlimmer geworden. Am 27. Juni 2016 mussten wir ihn, nach 16 schönen Jahren, gehen lassen. Ein unglaublich schwerer Entscheid welcher uns alle sehr traurig gemacht hat.

Snoopy das Shetland-Pony kompensiert seinen kleinen Körperbau mit einer guten Portion Vorwitzigkeit. Seit Januar 2015 gehört er Lena. Sie lernte mit ihm die Grundlagen der Reiterei. Die beiden sind ein super Team.

Heaven ist ein Freiberger Wallach mit Jahrgang 2013. Seit April 2014 ist er hier bei uns. Mit seinem Jurassiercharme und seinem Schalk hält er Nadja auf Trab.

Am 17. August 2016 ist der Freiberger Narcos aus dem Emmental zu uns gekommen. Er hat sich gut eingelebt und sich gut mit den "jungen" angefreundet.
Im März 2011 mussten wir uns von Bello trennen. Er war uns 11 Jahre lang ein treuer Hofhund und Wächter. Nun ist Luna in seine Fusstapfen getreten. Sie ist ein Labrador-Sennenhund Mischling und versteht es ausgezeichnet zu wachen.

Unsere Katzen Nemo, Moritz, Merlin, Lilli und Lisa sorgen dafür, dass sich die Mäuse nicht ungehindert ausbreiten.

Seit ende Februar 08 sind erstmals auch Hühner auf unserem Hof. Am 5. März wurde das erste "betriebseigene" Ei gelegt!​

Geschichte


Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden was wir erleben macht unser Schicksal aus.

Marie von Ebner-Eschenbach

1971 zügeln Ernst und Therese Ryf von Attiswil nach Thnstetten und bewirtschaften als Pächter die Halde. Der Hof gehört dem deutschen Landmaschinenfabrikanten Ley, welcher ursprünglich den Hof als Testbetrieb für seine Fabrikate benutzen wollte. Er umfasst 9.1 ha Land und 1 ha Wald.
1974 können 2 ha, 1983 weitere 1.5 ha Land zugepachtet werden.
1989 wird die Pacht gekündigt. Der Hof soll verkauft werden. Die Kündigung wird angefochten und der Betrieb kann schliesslich 1990 im Vorkaufsrecht erworben werden. Herr Ley konnte seinerzeit als Deutscher in der Schweiz nur Eigentum erwerben weil er eine AG gründete und ein Aktienanteil einem Schweizer gehörte. So muss die Univent AG als Eigentümerin von Land und Gebäude gekauft werden und besteht bis heute in dieser Form.
1991 Planung einer neuen Güllengrube und der Schweinescheune für 18 Zuchtsauen und 4 Offenfrontbuchten für Labelmast. Am 24. September 1991, ein Tag nach Baubeginn der Güllengrube, Vollbrand des Berner Bauernhauses infolge eines Erdschlusses. Kein Schaden an Mensch und Tier. Die Wohnung kann dank grossem Einsatz der Feuerwehr gräumt werden. Das Gebäude brennt bis auf die Grundmauern nieder. Die Kühe finden Platz bei Fam. Heinz Waldmann in Bützberg, welche gerade eben in ihren neuen Stall eingezogen sind. Bauunterbruch und Neuorientierung.
Winter 1991/92 Bau Güllengrube und Schweinescheune, Planung der Viehscheune.
Sommer 1992 Bau Viehscheune und Planung Wohnhaus. 24. Oktober 1992 Einzug in den neuen Stall.
1993 Bau Wohnhaus
2000 Zupacht von 7.4 ha Land im unteren Schlosshof. Urs pachtet den Betrieb von seinen Eltern.
2003 Übernahme des Betriebes durch Urs.
2004 Einstellen der Schweinezucht-und Remontierung. Umbau Schweinestall zum Pferdestall und Vermietung an Susanne Koch. Kündigung von 0.75 ha Pachtland.
2005 Eröffnung Hofladen.
2007 Bau Longierzirkel
2010 Übernahme des Blumenfeldes von Fam. Wüthrich.
2011 Beginn mit Pensonspferden. Verlust von 1 ha Pachtland
2012 Bau Sandviereck
2015 Zupacht von 7.2 ha Land von Nadjas Eltern
2015 Abbruch des alten Schopfes. Im Neubau, welcher wiederum als Schopf konzipiert ist, werden ein Gruppenlaufstall mit grosszügigem Auslauf integriert.
2016 Wiederverkauf von ReoVit Pferdefutter.
2017 Der Hofladen wird per Ende Jahr geschlossen.

Strukturwandel, dieses Wort hört man immer wieder im Zusammenhang mit Landwirtschaft. Es will uns sagen, dass sich unsere Strukturen wandeln. Die grosse Herausforderung sehen wir darin, auch uns selbst in diesen Wandel einzubringen und konstruktiv Neues entstehen zu lassen. Leben heisst immer auch Veränderung. Die Natur selbst führt uns diese Tatsache immer wieder vor Augen.
Wir wollen uns nicht von der Zukunft verunsichern lassen, aber auch nicht von der Vergangenheit festhalten lassen. Sonst entgeht uns schlussendlich die Gegenwart.​